Archiv für die Kategorie „Wirtschaft & Politik“
Sichere Arbeitsplätze – ein Märchen vergangener Zeiten
Seit heute ist es offiziell: Quelle geht in die Insolvenz. Seit Monaten wird darüber spekuliert, wie es mit diesem alten Traditionsunternehmen (gegründet 1927) wohl weitergehen wird.
Auf der Suche nach einem „Traumjob“ mit Perspektive werden alle Möglichkeiten durchgespielt und dazu gehören auch Festanstellungen in großen Traditionsunternehmen. Dabei fällt man über Schlagzeilen wie: „Ausverkauf bei Quelle“, „Niemand wollte Quelle, noch nicht einmal geschenkt“ oder „5000 Jobs fallen weg“ und dabei wird klar, daß es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt. Immer häufiger geraten auch gut aufgestellte Unternehmen plötzlich in Schieflage, siehe dazu auch Porsche, und die Mitarbeiter sehen sich solchen Entwicklungen hilflos ausgesetzt. Ganz plötzlich und häufig nicht vorhersehbar bangen sie um ihre Arbeitsplätze und müssen sich innerhalb von wenigen Wochen um Alternativen bemühen.
US- Banken zahlen Staatshilfen zurück
Heute war in den Zeitungen folgendes zu lesen:
“Neun große Banken haben dem US-Staat mehr als 66 Milliarden Dollar zurückgezahlt – um sich so von der strengen Kontrolle zu befreien – darunter J.P. Morgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs .”
Sie wollen damit den Einfluß der Regierung auf die Bonuszahlungen und Managergehälter beenden und begründen es damit, daß die Einmischung ein Wettbewerbsnachteil sei. Wie schnell die Manager der Banken reagieren können, wenn es um ihr eigenes Geld geht, wundert uns sicherlich nicht und wir können nur hoffen, daß Barack Obama nicht zu frühzeitig die Rückzahlung der Staatshilfen genehmigt hat. Da er aber gleichzeitig eine Verschärfung der Kontrollen der Finanzmärkte ankündigte, bleibt abzuwarten, wie sich das insgesamt auswirkt. Der Entwurf sieht vor, daß zukünftig große Finanzinstitute von der Regierung übernommen und abgewickelt werden können. Dies soll einen erneuten Zusammenbruch ganzer Finanzmärkte verhindern.
Immer mehr Firmenzusammenschlüsse
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Wieder ein großer Zusammenschluss von zwei Firmen und irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass es nicht die letzte gewesen ist. Sicherlich, es hat schon immer Unternehmensfusionen gegeben (die Großen schlucken die Kleinen), aber scheinen sie sich nicht zu häufen?
Welche Gründe gibt es für Unternehmenszusammenschlüsse?

Firmenübernahmen geschehen häufig, um nicht selbst geschluckt zu werden
Zunächst unterscheidet man zwei Arten: die Kooperationen und die Konzentration (Erklärungen: siehe Wikipedia). Die Zielsetzungen sind bei beiden identisch: man hofft in erster Linie auf höhere Unternehmensgewinne. Das kann umgesetzt werden durch höheres und schnelleres Wachstum und durch bessere Wirtschaftlichkeit (z.B. durch Zusammenlegung von Abteilungen, Joint-Ventures usw.). Grundsätzlich ist gegen ein solches Verhalten nichts einzuwenden, wenn nicht immer mehr der Eindruck entstünde, daß die Arbeitnehmer dabei auf der Strecke bleiben. Vieles wird heute mit der Globalisierung erklärt (veränderte Märkte), aber wie kann es dann sein, daß die Unternehmensgewinne der großen Aktiengesellschaften lange Zeit trotz allem weiter kräftig stiegen, aber die Löhne stagnierten bzw. sanken? In vielen Bereichen hat man schon längst den Eindruck, daß der wirtschaftliche Druck, immer größere Gewinne machen zu müssen, jegliche Mitmenschlichkeit verdrängt hat.
Mittel- und langfristig wird durch die Zusammenschlüsse eine Marktbeherrschung angestrebt, die dann darin mündet, Preise und Bedingungen diktieren zu können und damit sind wir weit entfernt von einer Marktwirtschaft, wo Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen sollten. Diesen Beitrag weiterlesen »

