Immer mehr Firmenzusammenschlüsse
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Wieder ein großer Zusammenschluss von zwei Firmen und irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass es nicht die letzte gewesen ist. Sicherlich, es hat schon immer Unternehmensfusionen gegeben (die Großen schlucken die Kleinen), aber scheinen sie sich nicht zu häufen?
Welche Gründe gibt es für Unternehmenszusammenschlüsse?

Firmenübernahmen geschehen häufig, um nicht selbst geschluckt zu werden
Zunächst unterscheidet man zwei Arten: die Kooperationen und die Konzentration (Erklärungen: siehe Wikipedia). Die Zielsetzungen sind bei beiden identisch: man hofft in erster Linie auf höhere Unternehmensgewinne. Das kann umgesetzt werden durch höheres und schnelleres Wachstum und durch bessere Wirtschaftlichkeit (z.B. durch Zusammenlegung von Abteilungen, Joint-Ventures usw.). Grundsätzlich ist gegen ein solches Verhalten nichts einzuwenden, wenn nicht immer mehr der Eindruck entstünde, daß die Arbeitnehmer dabei auf der Strecke bleiben. Vieles wird heute mit der Globalisierung erklärt (veränderte Märkte), aber wie kann es dann sein, daß die Unternehmensgewinne der großen Aktiengesellschaften lange Zeit trotz allem weiter kräftig stiegen, aber die Löhne stagnierten bzw. sanken? In vielen Bereichen hat man schon längst den Eindruck, daß der wirtschaftliche Druck, immer größere Gewinne machen zu müssen, jegliche Mitmenschlichkeit verdrängt hat.
Mittel- und langfristig wird durch die Zusammenschlüsse eine Marktbeherrschung angestrebt, die dann darin mündet, Preise und Bedingungen diktieren zu können und damit sind wir weit entfernt von einer Marktwirtschaft, wo Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen sollten.
Auch hat man häufig nicht mehr den Eindruck, daß es darum geht, durch einen starken Partner neue Märkte schneller erschliessen zu können, sondern es scheint nur noch um persönliche Machtinteressen zu gehen (siehe Porsche möchte VW schlucken und hat sich dabei verschluckt oder Schaeffler hat Continental übernommen und möchte sich jetzt sein Missmanagement von den Steuerzahlern bezahlen lassen). Woher kommt ein solch starker Glaube an die Politik, gerettet zu werden?
Welche Folgen haben die Fusionen für die Arbeitnehmer?
Da auf diesem Portal hauptsächlich die Folgen für die Mitarbeiter, also die Menschen, beschrieben werden sollen, beschränken wir uns auch auf diese Auseinandersetzung.
Die Folgen für die Arbeitnehmer erleben wir jeden Tag: Arbeitsplätze werden in rasantem Tempo abgebaut und die übrige Belegschaft wird mit Mehrarbeit überbelastet. Es geht schon lange nicht mehr um die Belange der Mitarbeiter, sondern nur noch um Gewinnmaximierung im Sinne der Aktionäre. Ständig leben die Arbeitnehmer in der Angst, daß ihre Firma von einem anderen Unternehmen übernommen wird und in den Sog von Stellenabbau gezogen wird. Aufgrund von Druck sind sie bereit, Lohnabschläge oder weitere Kürzungen in Kauf zu nehmen in der Hoffnung auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, aber wie oft erfüllt sich diese Hoffnung?
Haben nicht viele von uns schon längst das Gefühl, hilflos der Situation ausgeliefert zu sein oder haben wir uns vielleicht auch zu lange auf unserem Wohlstandsniveau ausruhen können (mehrere Generationen arbeiten für die gleiche Firma) und müssen uns jetzt an die veränderten Arbeitsbedingungen anpassen? Unternehmensbedingte Kündigungen sind sicherlich so lange kein Problem, als das neue Arbeitsplätze angeboten werden, aber es kann jemanden schon in Unruhe versetzen, wenn er die Perspektiven sieht und möglicherweise in den Strudel von Arbeitslosengeld und Hartz-IV gerät. Und Sie sollten zu dem Zeitpunkt keinesfalls das 50. Lebensjahr überschritten haben, weil sonst der Totalabsturz drohen könnte.

